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„Kunst und Kohle“

17 RuhrKunstMuseen zeigen den Bürgern im Ruhrgebiet 250 Jahre Industriegeschichte.

Die Steinkohle hat den Menschen im Sektor alles gegeben, was „Mann und Frau“ zum leben brauchten. Es gehen mir nunmehr so „Bilder“ durch den Kopf, wo Familie Kaminsky bzw. Fam. Müller , Aktin oder Perluci…., vor ihren Häusern stehen und sich von der alten AGFA Kamera in s/w ablichten lassen. Natürlich steht hinter der Kamera ein stolzer z.B. Opa, der noch gestern als Steiger auf der Zeche Erin in Castrop Rauxel malocht (gearbeitet) hat. Es war das Grubengold nach dem die Männer, Frauen und auch Kinder geschürft haben. Es waren die Helden der Nation.

Sie waren es, welche das Feuer mit dem „schwarzen Wunder“entfachten und den „Pott“ zum kochen brachten. In jeder Küche erzählten die Mütter und Väter dann die vielen dunklen und glühenden Geschichten von gr. und kleinen Steinen, von schmutzigen Wichten und wie die Kohle gefunden wurde. Aus diesen Menschen wuchsen die Sagen , welche (hier) die nachfolgenden Generationen verwurzelt haben. Es entstand eine Verbindung, welches auch die „dunklen“ und „toten“ Erdschichten auflockerte und von „Unter Tage “ wuchs ein „Kultbaum „ nunmehr „Über Tage „!

Wir sind die Erben dieser alten Asche und noch lodert das Feuer für diese alten Geschichten in uns ,den ich bin Kaminsky , mein Freund ist Aktin und die Rezepte für das „Eis „, welches seine Vorfahren mit nach Deutschland mitnahmen ,gibt es bei unserem „Kumpel Perluci .

So mancher Stein erwartet im Revier, dass “ Mann und Frau “ stehen bleibt um DENKMAL zu sagen! Aber welcher Stein kann schon sprechen ?

Die vielen s/w Fotogr. haben sich schon längst zu „bewegten“ verwandelt. Es ist nur noch mein Kopfkino, welches sich mit den vielen sagenhaften Klängen“ beschäftigt. Es sind so Töne von Stahl wie Stahlhausen oder einem Zitat wie: „Das Grubengold hat uns“…!

Und ja, wir sind gewachsen…!

Wenn dieses Jahr nunmehr die letze Zeche schließt , ja dann denke ich an die letzte AGFA Aufnahme und das letzte Bild von dem letzten Steiger unserer Zeit !

Glück AUF !

Alle Museen und Ausstellungen unter www.Ruhrkunstmuseen.com

 

 

 

 

Ein Fahrrad mit dem Namen Leo !

Deniz Yücel ist in Berlin gelandet !

Kugel-Murmeln -Wurf-Leo-Diplomatie-Freiheit….

Der Türkei-Korrespondent Denic Yücel darf sprechen!

Wie der Spiegel in seiner Printausgabe ( Nr. 4/ 20.01.2018 mit dem Titel ” der Preis der nicht so heißt”) berichtete, hatte die Bundesregierung, für die Freilassung von Deniz Yücel verschiedene diplomatische Kugeln rollen lassen. Ein rollendes Argument war den Leopard Panzer der türkischen Armee aufrüsten zu lassen. Bereits in den vorhergegangenen Gesprächen mit den Deutschen und über die Freilassung des Journalisten Deniz Yücel, hatten die Türken von Gegenleistungen gesprochen. Ja, da rollte der Leopard 2 mit verbesserten Abwehrsystem, dazu gehörten bessere Raketen und ….. gegen den Erzfeind IS (oder gegen die YPG Miliz… ) in den Köpfen der türkischen Amtsinhaber. Sigmar Gabriel stieg auf das Tauschgeschäfte Argument mit dem Namen ,,Leo” erst garnicht auf. Er verwies auf Nato Verpflichtungen gegenüber einem Mietgliedstaat .

Deniz Yücel äußerte sich zu dem Stahlkugel Thema damals wie folgt:” Er wolle seine Freiheit nicht mit Panzergeschäften von Rheinmetall oder dem Treiben irgendwelcher anderen Waffenbrüder befleckt wissen”.

Heute wissen wir , dass ( Altbundeskanzler) Gerhardt Schröder geholfen habe,” Türen aufzumachen in Istanbul”. Gerhardt Schröder sei in der Zeit der Inhaftierung Yücels zweimal dort gewesen und habe vieles bewegt und ins “Rollen” gebracht,. Die deutsche sowie türkische Seite bestehe darauf, dass die Freilassung nicht aus Verabredungen, Gegenleistungen oder irgendwelchen deals entstanden ist. Es gab auch keine politische Einflussnahme der türkischen Regierung auf den Prozess, mit Ausnahme der Verfahrensbeschleunigung , so Außenminister Sigmar Gabriel.

Deniz Yüzel sagt selbst in einem Twitter Video, dass er erst am Tage seiner Entlassung eine Anklageschrift der türkischen Regierung erhalten habe, vorher hätte er nicht einmal wirklich gewußt, warum er inhaftiert sei. Damit saß Deniz Yücel 367 Tage in türkischer Haft ohne Anklage. Deniz dankt der deutschen Bundesregierung , den vielen Unterstützern in seiner Redaktion :”Die Welt”, sowie den vielen Menschen und natürlich seiner Familie..

Kommentar der Redaktion RI : Somit ist die Freilassung Deniz Yücels nicht auf “rollenden Tauschgeschäften “entstanden, aber auch nicht aus religöser Nächstenliebe. Vielmehr auf der Öffnung eines diplomatischen Zeitfensters. Sigmar Gabriel spricht davon, “dass man die Zeit bzw. das Momentum nunmehr nutzen sollte um alle “Gesprächsformate” in Gang zu setzen um die grundsätzlichen Fragen zwischen der Türkei, Europa und Deutschland weiter zu besprechen…,” wir haben eine Vertrauensgrundlage geschaffen”,so Gabriel weiter .

Welche Kugel nun das diplomatische Rennen gemacht hat, welche zur Verfahrensbeschleunigung führte ,werden wir wohl nie wirklich erfahren. Vielleicht hat Herr Erdogan sich an die vielen türkischen Einwanderer erinnert , dessen Kinder zusammen mit deutschen und vielleicht auch polnischen Emigranten auf den Schulhöfen mit Murmeln spielten. Häufig gab es streit, aber am Ende haben irgendwie alle gewonnen. Übrigens, wir hatten damals alle Fahrräder , der eine nannte es night rider, der andere wiederum enterprise und es gab für uns Kinder somit einen diplomatischen Weg, also warum sofort aus allen Rohren gleich schießen, wenn es doch auch Fahrräder gibt, die Leo heißen können. Die RI Redaktion sagt : Danke Herr Gabriel und allen weiteren Beteiligten die auf die ruhige diplomatische Kugel gesetzt haben und diese auch ein Jahr geschoben haben…. Es ist eine gute deutsche Ausgangssituation , aus der man dem bevorstehenden Prozess nun abwarten darf. Es gibt in der Türkei trotzdem viel zu tun bis zum nächsten großen Wurf , der da Meinungsfreiheit heißt…

Folgender Text :Auszug Quelle “Die Welt” Politik Internet vom 16.02.2017

Wie geht es weiter ?Der WELT-Korrespondent wurde zwar aus der Untersuchungshaft entlassen, doch der Prozess gegen Deniz Yücel in der Türkei läuft weiter. Das 32. Strafgericht in Istanbul hat die drei Seiten umfassende Anklageschrift offiziell angenommen, die das Datum vom 13. Februar trägt. Die Behörde fordert demnach wegen „Propaganda für eine Terrororganisation“ und „Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit“ bis zu 18 Jahre Haft. Damit kommt es zu einem Verfahren gegen Yücel.

(Änderung am Text 18.09.2019 )